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Montag, 4. Juli 2011

Bermuda Landing Community Baboon Sanctuary – Kilometer 37814

In dem kleinen Ort Bermuda Landing besuchen wir ein Schutzgebiet für Schwarze Brüllaffen (Creolischer Dialekt baboon), welches durch den WWF unterstützt wird. Die Brüllaffen leben frei in einem Waldstück entlang des Flusses auf über 200 Privatgrundstücken verteilt über sieben Ortschaften. Seitdem die vom Aussterben bedrohten Affen hier geschützt werden, ist ihre Population auf über zweitausend angestiegen. Der Schwarze Brüllaffe zählt zu einer der sechs vorkommenden Brüllaffenarten; er ist sehr selten und kommt nur in Belize, Südmexiko und Guatemala vor. Vier bis zwölf Tiere leben jeweils in Gruppen zusammen, wobei ein dominantes Männchen die Gruppe anführt. Sie sind Vegetarier und ernähren sich vielseitig von Blättern, Blüten und Früchten.

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Wir erreichen das Besucherzentrum kurz nach einer Gruppe Amerikaner, die bereits auf den Guide warten. Wir schliessen uns also der kleinen Touristengruppe an und folgen Geraldine, unserer Naturführerin, in das kleine Waldstück auf der anderen Strassenseite. Nach ein paar Metern beginnt sie mit komischen Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen. Und tatsächlich – nach kurzer Zeit lassen sich die ersten der frei lebenden Brüllaffen in den Baumkronen blicken. Sie scheinen Geraldine sehr gut zu kennen und ihr zu vertrauen, dass sie sich immer näher an unsere Gruppe wagen. Als Geraldine eine bestimmte Art von Blättern hervorzaubert, trauen sich die Äffchen sogar, diese aus der Hand zu fressen.

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Leider müssen wir feststellen, dass unsere Fotokamera nun definitiv ihren Geist aufgibt! Zoomen und Scharfstellen funktioniert nicht mehr richtig und wir können gerade bei Tierfotos nicht mehr schnell genug reagieren. Nun wird es wohl doch Zeit für eine Spiegelreflexkamera?!?

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Sonntag, 3. Juli 2011

“rumfish y vino” in Placencia – Kilometer 37605

Über den kleinen Ort Hopkins fahren wir weiter die Karibikküste Richtung Süden. Am Ende einer langen Península liegt der kleine Touristenort Placencia. Neben der Asphaltstrasse die über die Halbinsel führt, entstehen momentan unzählige Wohn- und Ferienkomplexe entlang der Küste, die die Idylle der langen Palmenstrände in einigen Jahren vollständig zerstört haben werden. Über die Architektur möchten wir uns nicht auslassen, da es nur hässliche und weniger hässliche Gebäude zu sehen gibt – alles überzeichnet im nordamerikanischen Stil.

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Für den Abend haben wir uns einen Tisch im Restaurant rumfish y vino ausgesucht. Zum Aperitif gibt es einen fruchtigen Cocos-Caipirinha und einen pinkfarbenen Dragonfruit-Caipirovska. Als Vorspeise haben wir Shrimps-Ceviche und Stangenweissbrot mit Oliventapenade ausgewählt. Der krönende Abschluss besteht aus Moroccan Fish Tagine with Coriander Couscous für Tomek und Lobster Fra Diavolo für mich (übrigens mein erster!). Köstlich!!!

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Mittwoch, 29. Juni 2011

Welcome to Belize – Kilometer 37313

Bei Benque Viejo verlassen wir Guatemala. Als der Grenzbeamte den Ausreise-Stempel in unsere Reisepässe knallt, verlangt er gleichzeitig 20 Quetzales dafür. Es handelt sich hierbei zwar nur um etwa zwei Franken, offiziell gibt es diese Ausreisesteuer (gemäss unseres Reiseführers) allerdings nicht und das Geld würde einfach so in die Tasche des Beamten wandern. Das gleiche passierte uns vor einigen Wochen auch bei der Einreise nach Guatemala. Wir hatten unsere letzten Hondouranischen Lempiras an der Grenze umgetauscht und dafür 160 Quetzales bekommen. Ohne gross nachzudenken, bezahlten wir bei Einreise die 20 Quetzales. Erst als wir später für die temporäre Einfuhr des Auto 160 Quetzales zahlen sollten, fiel uns der Hinweis aus dem Reiseführer wieder ein. Da es an dieser Grenze nicht die Möglichkeit gab, mit Kreditkarte zu zahlen oder an einem Geldautomaten Geld zu ziehen, verlangte ich die 20 Quetzales kurzerhand vom Grenzbeamten zurück. Und tatsächlich: ohne zu zögern erhielten wir unser Geld zurück…

Nun sind wir in Belize. Bereits das Grenzgebäude, in dem wir Migration und Zoll finden, macht einen anderen Eindruck als alle, die wir bisher in Mittelamerika gesehen haben. Die anstrengenden Schlepper, die einem mit den Einreisedokumenten helfen wollen, tauchen einfach nicht auf und Kinder verkaufen keine Chips und Trockenbananen. Auch dass der Zollbeamte plötzlich Englisch mit uns redet ist sehr ungewohnt. Nach fast neun Monaten ausschliesslich Spanisch kommt uns das Englische plötzlich ganz entgegen, als wir im “Kreuzverhör” die Fragen nach dem Grund unserer Reise, der Aufenthaltsdauer in Belize, der Art des Fahrzeuges, der nächsten Übernachtungsmöglichkeit, … beantworten müssen. Nach ein paar kleinen Scherzen über das gute englische Auto (Belize war noch bis vor kurzem englische Kolonie) dürfen wir die Grenze problemlos passieren.

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Im Ort San Ignacio kurz hinter der Grenze gibt es einen Landrover-Händler mit Werkstatt. Wir brauchen einige Ersatzteile wie Ölfilter, Bremsscheiben und ein neues Fensterglas hinten links. Ausserdem wollen wir Paco vor der Weiterreise kurz durchchecken lassen. Wie wir bereits vermutet haben, müssen aufgrund der vielen Kilometer auf schlechten Strassen die Gelenke der Lenkstange sowie die Gummibuchsen der Aufhängung ausgetauscht werden. Da man Spezialwerkzeug benötigt, lassen wir die kleinen Reparaturen hier bei adventuretrex gleich ausführen.

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